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# Google Consent Mode v2

**Erfahren Sie alles über den Google Consent Mode V2 und seine Funktionen für Ihren Shopify-Shop. Unser Leitfaden zeigt Umsetzung und Nutzen für besseren Datenschutz und verlässliches Tracking.**

|| Pandectes GDPR Compliance ist vollständig mit dem Google Consent Mode v2 verbunden: [Consent Mode v2 jetzt umsetzen](/en/article/using-google-consent-mode-integration-1xkfv6o/)

### Einführung

Mit dem Inkrafttreten des [Digital Markets Act](https://pandectes.io/blog/the-digital-markets-act-dma-and-the-digital-services-act-dsa-critical-differences/) (DMA) hat Google eine aktualisierte Version des Consent Mode eingeführt. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über den Google Consent Mode v2.

${youtube}[Ein Überblick über den Google Consent Mode V2: alles Wichtige](banMHx8E4A8)

Sie finden Informationen zu:

1. Was ist der Google Consent Mode?
2. Was ist der Google Consent Mode v2?
3. Wie funktioniert er?
4. Muss ich den Google Consent Mode v2 aktivieren?
5. Was passiert, wenn ich ihn nicht aktiviere?
6. Wie aktiviere ich den Google Consent Mode v2?
7. Wie prüfe ich, ob Consent Mode v2 aktiv ist?
8. Was ist der Unterschied zwischen Basic und Advanced Consent Mode?
9. Modellierung im Consent Mode

![](https://storage.crisp.chat/users/helpdesk/website/1a5af239e847cf00/pandectes-cookie-banner-google_y610zz.png)

### Was ist der Google Consent Mode?

Der Google Consent Mode ist ein Werkzeug, das die Ziele des Datenschutzes mit den Anforderungen datengetriebener digitaler Werbung in Einklang bringt. Website-Betreiber steuern damit, wie Google-Dienste wie Google Analytics und die Werbeplattformen Daten erheben, abhängig von den Einwilligungspräferenzen ihrer Nutzer. Konkret werden bei einer Einwilligung vollständige Daten erhoben und bei einer Ablehnung nur anonymisierte Daten ohne personenbezogene Angaben.

![](https://storage.crisp.chat/users/helpdesk/website/1a5af239e847cf00/pandectes-cookie-banner-google_ymt7km.png)

### Was ist der Google Consent Mode v2?

Der Google Consent Mode v2 ist eine Weiterentwicklung in Googles Bemühen um ein datenschutzorientiertes Werbe-Ökosystem. Das Update gehört zu Googles Maßnahmen, seine Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU konsequenter durchzusetzen. Consent Mode v2 führt zusätzlich zu analytics_storage zwei neue Parameter ein:

* `ad_user_data`: Dieser Parameter kann auf "granted" oder "denied" gesetzt werden und gibt die Einwilligung an, Nutzerdaten mit Werbebezug an Google zu senden.
* `ad_personalization`: Dieser Parameter regelt die Einwilligung in personalisierte Werbung.

Diese Ergänzungen geben Website-Betreibern und Entwicklern feinere Kontrolle darüber, welche Daten auf Basis der Einwilligung erhoben werden dürfen, und stärken so Datenschutz und Rechtskonformität.

Zu den erweiterten Einwilligungsfunktionen im Consent Mode v2 gehört die Möglichkeit:

* über die Oberfläche des Google-Tags festzulegen, mit welchen Google-Diensten Sie Daten teilen.
* das Verhalten je geografischer Region zu bestimmen.
* Informationen zu Anzeigenklick, Client-ID und Sitzungs-ID über URLs zu übergeben, wenn Nutzer nicht in Cookies eingewilligt haben.
* Werbeinformationen vollständig zu entfernen, wenn Nutzer die Einwilligung in Werbe-Cookies verweigern.

![](https://storage.crisp.chat/users/helpdesk/website/1a5af239e847cf00/pandectes-cookie-banner-google_1nv6fu1.png)

### Wie funktioniert er?

Kommt ein Besucher in Ihren Shop, sieht er unseren Cookie-Einwilligungsbanner. Willigt er etwa in Anzeigenpersonalisierung und Messung ein, erhält Google ein Einwilligungssignal und damit Zugang zu detaillierten Analysen und zugeschnittener Werbung. Lehnt der Nutzer ab, werden Tracking und Cookie-Nutzung entsprechend seiner Entscheidung eingeschränkt.

Die eingeschränkte Datenlage ohne Einwilligung kann Conversions und in der Folge Umsätze beeinträchtigen. Deshalb enthält der Consent Mode eine Conversion-Modellierung, die auch ohne Einwilligung wertvolle Erkenntnisse liefert. Dabei wertet maschinelles Lernen aggregierte Daten wie Nutzerverhalten und Trends aus und erzeugt belastbare Schätzungen. So werden Datenlücken geschlossen und Ihre Informationen bleiben genau, vollständig und aussagekräftig.

|| 💡 Die Conversion-Modellierung im Google Consent Mode hat sich bewährt und stellt bis zu 70 % der Conversion-Verluste wieder her, die typischerweise durch Einwilligungsentscheidungen entstehen.

### Muss ich den Google Consent Mode v2 aktivieren?

Ursprünglich wurde der Consent Mode entwickelt, um Datenschutzvorgaben einzuhalten und zugleich die Auswirkungen auf die Datenerhebung Ihrer Domain gering zu halten. Seit März 2024 müssen Unternehmen, die Google-Dienste nutzen, jedoch nachweisen können, dass sie die Einwilligung der Nutzer eingeholt haben, bevor sie personalisierte Werbung ausspielen.

![](https://storage.crisp.chat/users/helpdesk/website/1a5af239e847cf00/pandectes-cookie-banner-google_1p0te4i.png)

Derzeit ist der Consent Mode mit den folgenden Google-Diensten kompatibel:

* Google Analytics
* Google Ads (einschließlich Conversion-Tracking und Remarketing)
* Google Tag Manager
* gtag
* Floodlight
* Conversion Linker

### Was passiert, wenn ich den Google Consent Mode v2 nicht aktiviere?

Ohne den Google Consent Mode v2 steigen Ihre Compliance-Risiken, die Datenerhebung und Anzeigenpersonalisierung werden weniger wirksam, das Vertrauen der Nutzer sinkt, Ihre Werbeleistung kann leiden und Sie verzichten auf erweiterte Datenschutzfunktionen. Letztlich können auf Google-Plattformen nur noch nicht personalisierte Anzeigen ausgespielt werden. Für Traffic aus dem EWR bedeutet das ausschließlich Limited Ads (LTD). Limited Ads deaktivieren Personalisierungsoptionen, die auf lokalen Kennungen beruhen. Funktionen wie Zielgruppen-Targeting, Remarketing, interessenbasierte Kategorien, Conversion-Tracking, Frequency Capping und bestimmte Datenübertragungen (etwa die User-ID) [werden dadurch deaktiviert](https://support.google.com/admanager/answer/9882911?hl=en&ref_topic=10366389). Solche Einschränkungen dürften Wirksamkeit und Messgenauigkeit von Werbekampagnen im EWR deutlich verringern.

### Wie aktiviere ich den Google Consent Mode v2?

Um den Google Consent Mode v2 in Ihrem Shopify-Shop zu aktivieren, muss unsere App installiert sein. Ist sie das bereits, gehen Sie zu Settings > Integrations, aktivieren Sie die Google-Consent-Mode-Integration und speichern Sie. Die App setzt dann automatisch den Standardstatus und sendet bei Abgabe der Einwilligung die passenden Signale an Google.

### Wie prüfe ich, ob Consent Mode v2 aktiv ist?

In [dieser Anleitung](/en/article/checking-if-google-consent-mode-is-properly-implemented-1pr15a3/) erfahren Sie, wie Sie prüfen, ob Ihr Consent Mode korrekt umgesetzt ist.

### Was ist der Unterschied zwischen Basic und Advanced Consent Mode?

Google bietet zwei Umsetzungsvarianten: **Basic** und **Advanced**. Welche zum Einsatz kommt, hängt von der Konfiguration Ihrer Tags ab, nicht von Pandectes. Die Aufgabe von Pandectes besteht darin, die Einwilligungsinformationen an Google zu übermitteln. Google entscheidet dann anhand dieser Daten über das weitere Vorgehen. Unsere Integration arbeitet standardmäßig im Advanced Mode.

Google-Tags bringen "Built-in Consent" mit, laden also standardmäßig, ohne dass es besonderer Einwilligungskonfigurationen bedarf. Ihr Verhalten richtet sich jedoch nach dem Umfang der erteilten Einwilligung, was Google als Advanced Consent Mode bezeichnet.

Kennzeichnend für den Advanced Mode ist, dass die Tags ausgelöst werden, bevor der Nutzer mit unserem Banner interagiert hat. Der **Advanced Consent Mode** erlaubt es also, **Tags auch ohne Einwilligung** in die Cookie-Nutzung auszuführen. Das Verhalten aller Tags richtet sich dennoch nach den Präferenzen des Nutzers: Je nach Parameter und Wert setzt ein Tag keine Cookies oder deaktiviert die Anzeigenpersonalisierung.

![](https://storage.crisp.chat/users/helpdesk/website/1a5af239e847cf00/img10_13vna95.png)
Für genauere Ergebnisse empfiehlt Google die erweiterte Umsetzung. Die Basisvariante ist immer noch besser, als gar keinen Consent Mode zu haben.

| Merkmal | Basic Consent Mode | Advanced Consent Mode |
| ---- |
| Laden der Tags | Blockiert, bis der Nutzer mit dem Einwilligungsbanner interagiert. | Lädt mit Standardwerten auf "denied", sofern nicht anders konfiguriert. |
| Datenübertragung | Vor der Einwilligung werden keine Daten gesendet, nicht einmal der Standard-Einwilligungsstatus. | Bei verweigerter Einwilligung werden Einwilligungsstatus und cookielose Pings gesendet. Bei erteilter Einwilligung werden Cookies geschrieben und alle Messdaten gesendet. |
| Einwilligungsstatus | Wird nach der Interaktion des Nutzers gesetzt. | Standard auf "denied", sofern nicht anders konfiguriert, danach Aktualisierung entsprechend der Entscheidung. |
| Verhalten der Tags nach der Interaktion | Lädt und führt die Consent-Mode-APIs erst aus, wenn der Nutzer einwilligt. | Passt das Verhalten der Tags an die Entscheidung des Nutzers an. |
| Conversion-Modellierung | Allgemeines Modell (weniger detailliert). | Werbetreibendenspezifisches Modell (detaillierter). |

Eine ausführlichere Gegenüberstellung dessen, was Sie mit der Basic- und der Advanced-Umsetzung sowie ganz ohne Google Consent Mode erhalten, finden Sie unten.

![](https://storage.crisp.chat/users/helpdesk/website/1a5af239e847cf00/img11_137qx7w.png)

### Modellierung im Consent Mode

###### Was ist die Consent-Mode-Modellierung?

* **Zweck**: Messlücken schließen, wenn Nutzer nicht in Werbe- oder Analyse-Cookies einwilligen. Für Werbetreibende entsteht dadurch sonst ein blinder Fleck: Sie verlieren den Einblick in die Wege der Nutzer auf ihrer Website und die Möglichkeit, Anzeigeninteraktionen direkt mit Conversions zu verknüpfen.
* **So funktioniert es**: Google-KI passt das Verhalten der Google-Tags so an, dass sie ohne Einwilligung keine Cookies für Werbe- oder Analysezwecke lesen oder schreiben. Die Conversion-Modellierung bestimmt anschließend anhand beobachtbarer Daten und historischer Trends den Zusammenhang zwischen Nutzern mit und ohne Einwilligung. Sie schätzt die Attributionspfade für Wege ohne Einwilligung auf Basis beobachtbarer Nutzerwege mit Einwilligung und liefert so ein vollständigeres Bild von Werbeausgaben und Ergebnissen.

###### Voraussetzungen für die Modellierung

Für die Modellierung gelten Mindestanforderungen:

* **Advanced Mode umgesetzt**: Der Advanced Mode des Google Consent Mode muss implementiert sein.
* **Mindestanzahl an Anzeigenklicks**: 700 Anzeigenklicks innerhalb von 7 Tagen, je Land und Domain-Gruppierung.

###### Wichtige Merkmale und Vorteile

* **Einbindung in Berichte**: Modellierte Conversions erscheinen in der Spalte "Conversions" der Kampagnenberichte in Google Ads, mit demselben Detailgrad wie beobachtete Conversions. Diese Daten fließen auch in die Gebotswerkzeuge von Google zur Kampagnenoptimierung ein.
* **Wirkung der Zustimmungsraten**: Die Conversion-Raten ohne Einwilligung liegen deutlich niedriger als mit Einwilligung. Auswertungen zeigen, dass Nutzer mit Einwilligung typischerweise 2- bis 5-mal häufiger konvertieren, wobei die Werte stark schwanken können.

###### Umsetzung und Nutzung

* **Kein zusätzlicher Aufwand**: Seit April 2021 steht die Einwilligungsmodellierung in Google-Ads-Konten automatisch für Berichte und Gebote zur Verfügung.
* **Empfehlung für Werbetreibende**: Nutzen Sie den **Consent Mode**, um bei verweigerter Cookie-Einwilligung cookielose Pings zu senden. Das verbessert die Genauigkeit der Modellierung und wahrt zugleich den Datenschutz.

###### Wichtige Einschränkungen

* **Genauigkeit und Grenzen**: Die Conversion-Modellierung soll Überschätzungen vermeiden und die Lücke zwischen Anzeigeninteraktionen und Conversions schließen. Sie erfasst jedoch möglicherweise nicht alle tatsächlichen Conversions, da sich ohne Cookies nicht jede Conversion einem Anzeigenklick zuordnen lässt.
* **Hinweis zur Optimierung**: Werbetreibende, die ihre Gebotsstrategien wegen der Einwilligungsänderungen angepasst haben, sollten nach dem Start der Modellierung zu ihren früheren Strategien zurückkehren (etwa von "Maximize conversions" zu "Target CPA" oder "Target ROAS"), um die Leistung zu optimieren.